Spritpreise steigen weiter - Sparen mit Biokraftstoffen
"Biodiesel ist im Schnitt aktuell 20 Cent billiger als herkömmlicher Diesel. In Berlin können die Autofahrer mit Biodiesel zur Zeit sogar 25 Cent pro Liter sparen", so Johannes Lackmann Fukushima Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE). Wer heute sein Auto ganz auf Pflanzenöl umrüstet kommt sogar mit dem halben Spritpreis aus...
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Angesichts der stetig steigenden Kraftstoffpreise erklärt Lackmann: "Die aktuellen Benzinpreiserhöhungen kommen ja nicht unerwartet. Knapper werdende Ölvorkommen und eine rasant steigende weltweite Nachfrage lassen den Preis auf dem Weltmarkt steigen."
China und Indien beispielsweise hätten ihren Rohölverbrauch innerhalb von nur 10 Jahren verdoppelt und werden ihn in den nächsten 10 Jahren noch einmal verdoppeln. Die aktuelle Diskussion über die Freigabe der geringen deutschen Notvorräte mute angesichts dessen absurd an.
Lackmann sagt weiter: "Die Energiekosten in Deutschland werden erst dann nicht mehr steigen, wenn wir massenhaft Öl- und Gasimporte durch heimische Erneuerbare Energien ersetzen. Heute schon ersetzen Erneuerbare Energien in Deutschland 5 Millionen Tonnen Rohöl und 5,3 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr." [...] "Wenn die Konzerne endlich ihre Blockade gegen die Beimischung von Bioethanol in Normal- und Superbenzin aufgeben, können auch dort die Kosten gesenkt werden."
An die Politik appelliert Lackmann, die Rahmenbedingungen für den Ausbau Erneuerbarer Energien weiter zu verbessern. Dabei müsse neben dem Strom- und Kraftstoffbereich auch der Wärmemarkt einbezogen werden. Lackmann erläutert: "Hier leiden die Verbraucher am meisten unter den anziehenden Energiepreisen. Mit Holz- und Erdwärmeheizungen und mit Solaranlagen lassen sich die Heizkosten im Schnitt um 20 % im Vergleich zu einer modernen Gasheizung senken."
Quelle: BEE
Spritpreise könnten bis Sommer weiter steigen
Wien (APA) - Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) rechnet damit, dass bis zum Sommer die Spritpreise um 10 bis 15 Cent pro Liter steigen werden. Zur Verbrauchssenkung wird zu Sprit sparendem Fahren geraten. Zudem sollte man beim Autokauf auch auf den Verbrauch achten, so der VCÖ. Österreichs Autofahrer tankten 2005 im Durchschnitt 1.250 Liter Sprit.
Das Durchschnittsauto braucht täglich rund 3,5 Liter Sprit, geht aus einer VCÖ-Untersuchung hervor. Bei derzeitigen Kosten von 1,1 Euro pro Liter Normalbenzin sind das 1.375 Euro pro Jahr an Spritkosten bzw. 114 Euro pro Monat. Die monatlichen Spritkosten werden für Autofahrer im Juni um durchschnittlich 10 bis 15 Euro höher sein, betont Wolfgang Rauh vom VCÖ-Forschungsinstitut. Durch einen Sprit sparenden Fahrstil können trotz steigender Treibstoffpreise die Spritkosten deutlich gesenkt werden. Fahrschulen empfehlen niedrigtourig fahren, rasch in den nächsten Gang schalten und vorausschauend fahren. Gerade in der Stadt kann viel Sprit gespart werden, beispielsweise wenn man vom Gas geht, wenn in Sichtweite die Ampel rot ist. Gefordert wird, dass Sprit sparendes Fahren fixer Bestandteil der Fahrausbildung wird. Geraten wird vom VCÖ auch, beim Autokauf auf den Spritverbrauch zu achten. "Ein Liter pro 100 Kilometer weniger Verbrauch, macht bei 15.000 Kilometer im Jahr 150 Liter oder bei heutigen Spritpreisen 165 Euro aus. Allein damit könne die prognostizierte Preiserhöhung wettgemacht werden, so Rauh. Empfohlen wird zudem, kurze Autostrecken mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückzulegen. Jede zweite Autofahrt sei kürzer als vier Kilometer.